Die schönsten Wander-3000er

Momentan herrschen in den Schweizer Alpen optimale Bedingungen! Und das Schöne daran ist: man muss nicht zwingend Profialpinist sein, um etwas Höhenluft zu schnuppern. Zahlreiche einfache 3000er laden zu einer Besteigung ein – komplett ohne Steigeisen, Pickel oder sonstigen Gerätschaften. Einige davon möchte ich euch hier vorstellen:

Panorama Wildstrubel

Der Einfache: Sparrhorn 3012m (VS)
Das leicht zu erreichende Sparrhorn bietet sich als idealer Einstieg in die Welt der 3000er an. Ein markierter Wanderweg führt unschwierig bis zum Gipfelkreuz, wo eine imposante Rundumsicht auf Aletschgletscher, Berner Alpen und die Walliser Eisriesen wartet. In der Hochsaison kann man sich per Sessellift bis 300 Meter unter den Gipfel chauffieren lassen, aber auch von der ganzjährlich gut erreichbaren Belalp hat man keine 1000 Höhenmeter vor sich.

Gipfelkreuz Sparrhorn
Gipfelkreuz Sparrhorn
Tiefblick auf Brig hinunter
Tiefblick auf Brig hinunter
Allgegenwärtig in der Region: Schwarznasenschaf
Allgegenwärtig in der Region: Schwarznasenschaf
Eringerkühe, im Hintergrund der grosse Aletschgletscher
Eringerkühe, im Hintergrund der grosse Aletschgletscher

Nützliche Links:

Der Aussichtsreiche: Bella Tola 3025m (VS)

Die Bella Tola thront auf der Sprachgrenze zwischen dem malerischen Val d’Anniviers und dem wilden Turtmanntal. Neben ihren noch weitaus höheren Nachbaren fristet sie etwas ein Schattendasein, wartet aber mit einer Aussicht auf, die ihresgleichen sucht! „Couronne impériale“ nennen unsere welschen Freunde dieses königliche Ensemble an 4000er, zu dem unter anderem Weisshorn, Dent Blanche und natürlich das Matterhorn gehören. Hinter dem Rhônetal reihen sich die Berner Alpen auf und in der Tiefe beeindruckt der Illgraben. Empfehlenswert ist ein kurzer Abstecher zum Rothorn, ein „Fast-3000er“, der über einen schönen Gratweg innert 45min erreicht wird.

Bella Tola
Bella Tola
Hübscher Verbindungsgrat zum Rothorn
Hübscher Verbindungsgrat zum Rothorn
Gipfel soweit das Auge reicht...
Gipfel soweit das Auge reicht…
Das Weisshorn im Abendlicht
Das Weisshorn im Abendlicht

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Der Anstrengende: Wildstrubel 3243m (BE)

Ein wahrer Klassiker der Berner Alpen, der eigentlich aus drei einzelnen Gipfeln (welche alle genau gleich hoch sind!) besteht. Während der Ostgipfel (auch Grosstrubel genannt) und der Mittelgipfel klassische Hochtouren bilden, ist der Westgipfel (auch Lenkerstrubel genannt) bei guten Verhältnissen praktisch schneefrei begehbar. Allerdings hat man von der Lenk aus über 2000 Höhenmeter zu bewältigen. Es empfiehlt sich darum, in der gemütlichen Fluhseehütte zu übernachten, welche sich etwa auf halbem Weg am gleichnamigen See befindet.

Der Tag erwacht am Fluhsee
Der Tag erwacht am Fluhsee
Gipfelsturm
Gipfelsturm!
Blick vom Lenkerstrubel zum Mittelgipfel und zum Ostgipfel
Blick vom Lenkerstrubel zum Mittelgipfel und zum Ostgipfel
Wildstrubel im Abendlicht
Wildstrubel im Abendlicht

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Der Höchste: Barrhorn 3610m (VS)

Zum Schluss nochmals zurück ins Turtmanntal, an dessen Ende sich der offiziell höchste Wander-3000er der Schweiz befindet. Genau gesagt gibt es zwei Barrhörner, das Innere und das Äussere, wobei letzteres ein paar Meter höher ist. Beide werden über die Turtmannhütte erreicht und lassen sich, wenn man gleich eine Trilogie hinlegen möchte, auch gut mit dem Schöllihorn kombinieren. So oder so wartet nach dem Gipfelerfolg zurück in der Hütte ein leckeres Stück hausgemachte Schwarzwäldertorte.

Blick vom Stausee auf die Barrhörner und die Turtmannhütte
Turtmann-Stausee, dahinter die Barrhörner und die Turtmannhütte
Blick vom Inner Barrhorn auf den grossen Bruder, das Äusser Barrhorn
Blick vom Inner Barrhorn auf den grossen Bruder, das Äusser Barrhorn
Hier beim Schöllijoch, auf etwa 3300 MüM, ist die Landschaft karg
Hier beim Schöllijoch, auf etwa 3300 MüM, ist die Landschaft karg
Weisshorn und Bishorn zum Greifen nah!
Weisshorn und Bishorn zum Greifen nah!

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….Fortsetzung folgt!

4 Comments

  1. 10. September 2013
    Reply

    Was für eine wunderbare Idee, die Schweizer Wander-3000er vorzustellen! Das macht Lust auf mehr und ich freue mich auf die Fortsetzung.

  2. Roland
    17. September 2013
    Reply

    Sehr informativer Bericht, danke Mel. Kenne bisher nur das Sparrhorn, reizen würden mich die Barrhörner. Der Wildstrubel ist mir eine Nr. zu gross. Ich werde hier ab jetzt regelmässig vorbei schauen.

    Du, sorry, dass wir am Samstag abgehauen sind, 2-3 Minuten später fuhr gerade ein Zug nach Visp (auch wir hatten Hunger).

    Liebe Grüsse, Roland

  3. Sebastian
    11. Juni 2017
    Reply

    Grandios! Vielen lieben Dank für die Mühe :o)

    • 12. Juni 2017
      Reply

      Gerne Sebastian. Wünsche dir eine schöne Wandersaison 🙂

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