Lavendelblüte in der Provence

Auch Tage später habe ich beim Sichten der Bilder noch den Duft von Lavendel in der Nase und das Summen der Bienen in den Ohren. Auch wenn es zu dieser Jahreszeit von Touristen (und Fotografen…) nur so wimmelt: die Provence zur Lavendelblüte muss man mal erlebt haben!

Nach der langen Fahrt in den Süden Frankreichs werden wir dort mit sommerlichen Temperaturen begrüsst. Nach einer kurzen Erfrischung machen wir uns auch gleich auf, um die Region etwas zu erkunden und ein schönes Plätzchen für den Sonnenuntergang (… und den Mondaufgang!) zu suchen.

Der erste Tag hat bezüglich Wetter interessant begonnen, doch heute schaut es eher düster aus. So erwarten uns zum Sonnenaufgang statt schön wames Morgenlicht spektakuläre Wolkenformationen. Es dauert dann auch nicht lange, bis die ersten Regentropfen auf uns niederprasseln. Der Niederschlag scheint aber sehr lokal und nicht allzu stark zu sein, weshalb wir uns entscheiden, noch ein paar andere Felder abzuklappern. Zuletzt finden wir ein wunderschönes, grosses Feld mit einem schmucken Steinhäusschen mittendrin. Toll, das merken wir uns für den Sonnenaufgang morgen!

Für den heutigen Sonnenuntergang haben wir uns auch bereits einen Standort vorgemerkt, nur leider will das Wetter nicht so recht mitspielen. Statt mit Kamera & Stativ auf dem Feld zu stehen, sitzen wir im Auto auf dem nahen Parkplatz und schauen dem Gewitter zu. Eine typische 50/50 Situation: entweder regnet es so weiter und der Sonnenuntergang geht wortwörtlich „bachab“ oder aber das Licht kommt noch einmal durch und bescherrt uns eine dieser unglaublichen Stimmungen, wie sie nur nach Gewittern entstehen! Schaut selber, welcher Fall eingetroffen ist:

Nach einer kurzen Nacht kommen wir um etwa 05:00 Uhr morgens beim gestern vorgemerkten Lavendelfeld an – um festzustellen, dass der Mähdrescher bereits vor uns da war und munter seine Arbeit verrichtet! Wie fies ist das denn?! So müssen wir umdisponieren und uns innert kurzer Zeit ein neues Feld suchen. Viel Wahl bleibt nicht mehr, denn offenbar sind wir rund zwei Wochen zu spät gekommen: die meisten Felder wurden tatsächlich bereits abgemäht! Wir haben aber Glück und können unseren letzten Sonnenaufgang doch noch mitnehmen, bevor wir uns wieder auf den Heimweg in die Schweiz machen….

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