What is in my (new) Bag

Kennt ihr dieses Gefühl? Ihr steht am Flughafen in der Schlange zur Gepäckkontrolle und schwitzt schon wieder Blut, weil ihr genau wisst, dass euer Kamerarucksack viel zu schwer (…und genau genommen eingentlich auch zu gross…) fürs Handgepäck ist. Mit guter Mine zum bösen Spiel reicht es einmal mehr, dass die Zollbeamten beide Augen zudrücken, doch eigentlich nervt diese ganze Schlepperei trotzdem, oder?

Dies war einer der Hauptgründe für meinen Systemwechsel Anfang dieses Jahres. Doch ich ich wollte die Gelegenheit auch nutzten, mein Equipment generell etwas zu reduzieren. Seit ich angefangen habe, ensthaft zu fotografieren, hat sich doch das ein oder andere angesammelt. Und längst nicht alles davon habe ich schlussendlich wirklich gebraucht. So habe ich mittlerweile das meiste wieder verkauft und bei der Auswahl meiner neuen Ausrüstung sehr bewusst abgewägt, was ich denn wirklich für meine Art der Fotografie benötige.

Und so sieht mein aktuelles Setup nun aus:

Kameras
Fujifilm X-T2
Fujifilm X-H1 (in Kürze)

Objektive
Fujinon XF 10-24mm F4.0 R OIS
Fujinon XF 16mm F1.4 R WR
Fujinon XF 18-55mm F2.8-4 R LM OIS
Fujinon XF 100-400mm F4.5-5.6 R LM OIS WR

Stative
Gitzo GT2830 mit Novoflex Classic Ball 2
Sirui ET1204
Joby Gorilla Pod

Filter
Haida 100mm Steckfilter System mit diversen ND & GND Filtern
Haida Schraubfilter CirPOL

Rucksäcke
F-Stop Satori
F-Stop Kashmir UL
F-Stop ICU XL & Medium Slope
F-Stop Lens Barrel XL

Zubehör
Ersatzakkus Fujifilm NP-W126S
Diverse SanDisk-Speicherkarten
Fernauslöser
Arca-Suisse Ersatzplatten
Putz- und Werkzeug

 

Künftig werde ich also mit einer Basis-Ausrüstung von knapp 5kg reisen. Die passt problemlos in den kompakten Kashmir-Rucksack. Der Satori kommt bei grösseren Bergtouren oder bei Tagesausflügen im Winter zum Einsatz, weil er super bequem ist und viel Stauraum für Kleider, Verpflegung, Campingausrüstung etc. bietet. Etwas seltener habe ich in letzter Zeit das grosse Gitzo-Stativ gebraucht; meist genügt mir das deutlich leichtere Sirui. Noch gar nicht im Einsatz hatte ich bisher das Fujinon XF 16mm F1.4 R WR. Ich bin sehr gespannt, ob es ein würdiger Nachfolger des Sigma Art 20mm f/1.4 wird, von dem mir der Abschied etwas schwer gefallen ist. In Kürze werde ich es wissen, denn die nächste grosse Reise steht vor der Tür – und ich dieses Mal völlig entspannt an der Gepäckkontrolle 😉

 

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10 Kommentare

  1. Marcel
    5. März 2018
    Antworten

    Hi Mel, sehr schöner Bericht. Ich kann Deine Überlegungen zu dem Wechsel sehr gut verstehen. Ich habe bisher immer mit der Nikon D750 fotografiert und bin auch nach wie vor begeistert von der Kamera.
    Allerdings haben mich zwei Dinge immer gestört, das Gewicht und die Hauttöne (irgendwie immer gefühlt mit einem Grünstich). Da ich primär Landschaften fotografiere konnte ich über die Hauttöne hinwegsehen und in der Landschaftsfotografie macht die D750 echt einen super Job, aber die Schlepperei ist auf Dauer echt störend.
    Seit Januar habe ich nun noch eine XT-2 und ich bin absolut begeistert. Die Fuji Farben sind sowieso spitze und ansonsten ist die ganze Kamera einfach toll. Ich dachte eigentlich, dass ich dort einen größeren Unterschied zwischen der Nikon Vollformat und der Fuji mit dem APS-C Sensor feststellen würde, aber ich sehe den nicht wirklich. Ich hätte nie gedacht, dass ich mal meinen Nikon Kram verkaufen würde, aber ich werde die D750 wohl auch gegen die X-H1 austauschen.
    Viel Spaß mit Deinem neuen Kamerasystem und ich freue mich schon auf Deine Bilder 🙂

    Liebe Grüße aus Leverkusen
    Marcel

    • 6. März 2018
      Antworten

      Ja gell, ist schon erstaunlich, was Fuji aus dem APS-C Sensor rauskitzeln können! Denke, dass der Unterschied wirklich nur beim Thema freistellen (bspw. in der Portraitfotografie) ins Gewicht fallen. Aber für meinen Anwendungsbereich sehe ich keine Nachteile, im Gegenteil!

  2. Tobias Stangl
    6. März 2018
    Antworten

    Hi Mel,

    mit solchen Berichten verführst du mich immer mehr dazu, meinen ganzen Kram um die Canon 5D herum zu verkaufen. Gründe sind die gleichen 😀
    Eine Frage hätte ich: Du schreibst, dass du den Rucksack im Handgepäck hast. Hast du da das Stativ auch dabei und welche Erfahrungen hast du damit. Ich habe mich bis jetzt noch nie getraut, eines im Handgepäck mitzuführen.

    Beste Grüße
    Tobias

    • 6. März 2018
      Antworten

      Du wirst es nicht bereuen 😉 Nein, ernsthaft: gut sind sicher beide Systeme! Wichtig ist glaub ich einfach, dass du dich wohl fühlst mit dem Handling. Idealerweise suchst du dir einen Händler, bei dem du die Kamera mal ausleihen und ausgiebig testen kannst. So merkst du am besten, ob sie sich für deine Art der Fotografie eignet

      Das Stativ nehme ich jeweils in den grossen Koffer/Tasche zum aufgeben (schön gepolstert durch die Kleider). Denke fürs Handgepäck wärs etwas sperrig – evtl. vorgängig bei der Airline anfragen?

  3. Tom
    6. März 2018
    Antworten

    und weshalb Fuji und nicht Sony? A7(r)x oder alpha 6×00?

    • 6. März 2018
      Antworten

      Hallo Tom, ich hatte die Alpha 6000 eine zeitlang als Zweitkamera zu meinem Canon-Setup, wurde aber mit Sony, resp. deren Menuführung, nie recht warm (…auch wenn es qualitativ sicher gute Kameras sind)

  4. Uwe Hofacker
    25. März 2018
    Antworten

    Eigentlich wollte ich ein zweitesmal eine Canon 6D kaufen. Diesmal die Mark II. Dann hat mir ein Fuji Promoter im Fotoladen die H1 in die Hand gedrückt. Das hat nun meine Kaufentscheidung schwer ins Wanken gebracht. Nach 4 Jahren mit Sony Alpha 6000/6300 wollte ich eigentlich wieder durch Glas gucken. Mit dem E Sucher bin ich nie so richtig warm geworden. Dieser Blog ist gut für die Entscheidungsfindung. Danke dafür.

    • 26. März 2018
      Antworten

      hallo uwe, ja ich rate dir, die fuji x-h1 in betracht zu ziehen. brauche sie zur zeit intensiv in der tier- und vogelfotografie und bin absolut begeistert 🙂

  5. Uwe Hofacker
    28. März 2018
    Antworten

    Da meine Frau und ich gerne in der Nordpolarregion unterwegs sind, würde ich mich besonders auf deine Erfahrungen hinsichtlich der Temperaturtoleranz freuen. Vielleicht kannst du irgendwann eine Aussage zum Verhalten bei Minusgraden treffen. Ich werde aufmerksam deinen Blog weiterlesen.

    • 30. März 2018
      Antworten

      Halllo Uwe
      Mit der X-T2 war ich im Winter bei -20 Grad unterwegs, absolut problemlos (hier habe ich dazu kurz was erwähnt: https://tiefblicke.ch/archive/8905). Die X-H1 habe ich bisher noch nicht unter solchen „Extrembedingungen“ testen können, aber da sie grundsätzlich eher noch robuster gebaut ist, als die X-T2, gehe ich davon aus, dass das für die auch kein Problem sein wird 🙂

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