Seitenblick 8/16: Sandra Eigenheer

In der Reihe Seitenblicke stelle ich euch jeden Monat eine/n Fotografen/in vor – befreundete und/oder talentierte Menschen, hauptsächlich aus der Schweiz, aber auch mal jemanden Internationales. Es gibt so viele talentierte Leute in der Fotoszene und ich freue mich sehr, euch die ein oder anderen hiermit vorstellen zu dürfen. Den heutigen Blog widme ich Sandra Eigenheer.

Sandra lernte ich an der letzten Generalversammlung der Naturfotografen Schweiz kennen. Wir waren im selben Workshop und ich habe schnell gemerkt, dass sie in Sachen Landschaft- und Tierfotografie auf der selben Wellenlänge war wie ich. Als ich dann zu Hause ihre Website besuchte, war ich richtig baff. Besonders ihre wunderbaren Aufnahmen unserer heimischen Tierwelt haben mich in ihren Bann gezogen. Sandra wechselt aber das Teleobjektiv auch gerne mal gegen das Weitwinkel oder das Makro, wo sie ein sehr schönes Auge für Komposition und Details zeigt.

Diesen Sommer waren bereits ein paar Mal gemeinsam unterwegs, beispielsweise im Mohnfeld oder bei den Feldhasen. Ich freue mich bereits heute auf weitere Touren!

 

Fünf Fragen an Sandra Eigenheer

Welche Tiere fotografierst du am liebsten?
Seit einigen Jahren bin ich total dem Feldhasen verfallen. Anfänglich wollte ich einfach „auch mal ein paar Feldhasen ablichten“, aber nun ist daraus fast eine Sucht geworden. Mittlerweile habe ich so viele Stunden mit der Beobachtung der agilen Hoppler verbracht, dass sie ein Bestandteil meines Lebens geworden sind und einen grossen Teil meiner Festplatte in Beschlag nehmen 😉.

Gibt es Tiere, welche du unbedingt noch fotografieren möchtest? Wenn ja, welche?
Gerne möchte ich mich in Zukunft noch intensiver mit den Schweizer Wildtieren im Allgmeinen beschäftigen. Insbesondere mit Fuchs, Gämsen und Rehen. Auch Schneehasen und Wildschweine stehen ganz oben auf der Liste. Leider ist die Fotografie der Letztgenannten jedoch sehr anspruchsvoll und bei meinem chronischen Zeitmangel eher schwierig zu realisieren. Ein weiterer Liebling ist sicher auch der Eisvogel, der mich mit seinem exotischen Aussehen und seinen Flugkünsten immer wieder von Neuem fasziniert.
Ausserhalb der Schweiz würde ich wahnsinnig gerne Eisbären, Moschusochsen und Polarfüchse ablichten. Ich hoffe, es klappt die nächsten Jahre einmal mit einer Reise in den Norden
.

Wenn du nur eine Kamera und ein Objektiv besitzten dürftest, was wäre deine Wahl?
Als Kamera im Moment sicher die Canon 5DIII. Die Wahl bei den Objektiven ist schwieriger! Ich bin gleichermassen von der Landschaftsfotografie, der Wildtierfotografie und der Makrofotografie fasziniert. Ein Favorit ist aber sicher mein Canon EF 600mm f/4L IS II USM, weil das Fotografieren damit einfach riesigen Spass macht.

Was ist dein wichtigster Tipp an einen (Tier-)Fotografie – Anfänger?
Egal ob Tier- oder Landschaftsfotografie: viel Geduld mitbringen und wann immer möglich raus in die Natur. Gerade bei unsicherem Wetter finde ich es oft schwierig, den inneren „Schweinehund“ zu überwinden und sich noch fast Nachts in der Dunkelheit aus dem gemütlich warmen Bett zu schälen. Geht man dann aber raus, wird man oft mit fantastischen Lichtstimmungen belohnt oder man erlebt unvergessliche Tierbegegnungen. Nicht nur ein gelungenes Foto ist den Schlafmangel und das frühe Aufstehen wert, sondern vor allem auch das Erlebnis in der Natur.

Wer inspiriert dich?
Durch Peter Lik hat mich die Fotografie überhaupt erst in ihren Bann gezogen. Auf einer Australienreise vor vielen Jahren stiess ich immer wieder auf seine Regenwaldbilder, die mich damals ganz besonders faszinierten. Es dauerte danach aber noch ziemlich lange, bis ich regelmässig fotografierte. Erst die letzten Jahre wurde daraus eine richtige Leidenschaft.
Auch Art Wolfe und Florian Schulz begeistern mich immer wieder mit ihren Arbeiten. Und im Internet gibt es so viele wunderschöne Bilder, dass man sich fast nicht sattsehen kann.

 

Einige meiner Lieblingsfotos von Sandra Eigenheer

 

Sandra Eigenheer im Internet

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