Lieber spät als nie: Winter im Berner Oberland

Auch wenn bereits die ersten Frühlingsblumen spriessen, habe ich den Winter noch nicht ganz aufgegeben. Zum Glück, denn gestern präsentierte er sich mir von seiner schönsten Seite: frischer Pulverschnee, märchenhaft eingeschneite Wälder und am späteren Morgen herrlich wärmende Wintersonne. Und das alles vor der imposanten Kulisse von Eiger, Mönch und Jungfrau!

Im Winter ist es gar nicht so einfach, mit dem öffentlichen Verkehr früh morgens an ein aussichtsreiches Plätzchen zu kommen. Die meisten Skigiebete und die dazu gehörenden Bergbahnen nehmen ihren Betrieb nämlich erst deutlich nach Sonnenaufgang auf. Eine Ausnahme bietet hier die Gondel von Lauterbrunnen auf die Grütschalp, welche bereits um 06:30 Uhr Frühausteher hoch chauffiert – mit GA sogar konstenlos.

Bei der Bergstation hat man bereits einen wunderbaren Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau. Mit dem Bähnchen könnte man von hier aus direkt weiter nach Mürren. Ich will aber zu Fuss weiter, denn der Sommerwanderweg, der mehr oder weniger den Geleisen der Bahn entlang verläuft, ist auch im Winter bestens begehbar. Normale (Winter-)Wanderer bräuchten wohl etwas mehr als eine Stunde – ich hingegen bin vorallem ja auch zum fotografieren hier und nehme mir dafür locker dreimal so viel Zeit.

Es fehlt hier oben nicht an Motiven. Der Blick schweift natürlich immer wieder zum dominaten  Dreigestirn. Auf den Abschnitten durch den frisch verschneiten Wald fühle ich mich wie in einem Märchen. Ich erfreue mich an Details wie frischen Wildspuren oder Eiszapfen und geniesse die Einsamkeit in der stillen, winterlichen Bergwelt. Solche Tage kamen (bisher) in diesem Winter einfach zu kurz! Ich hoffe, dass es nicht schon der letzte war – auch wenn ich mich bereits auf den Frühling freue!

 

Eiger, Mönch & Jungfrau – Panorama aus 12 Einzelaufnahmen:

Panorama

 

Karte:

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