Was ist in meinem Fotorucksack?

Mit welcher Kamera wurde das aufgenommen? Welches ist dein Lieblingsobjektiv? Welches Zubehör würdest du mir empfehlen? Fragen wie diese erreichten mich in letzter Zeit häufiger per Mail und auf Facebook. Deshalb habe ich mir gedacht, dass ich hier mal mein aktuelles Equipment auflisten und die ein oder andere (subjektive!) Meinung dazu abgeben könnte.

Kameras

Ich arbeite seit jeher mit Spiegelreflexkameras von Canon. Die ersten digitalen Fotos schoss ich mit der EOS 350D, gefolgt von der 20D und der 50D. Nun ist seit längerem die Canon EOS 6D meine Hauptkamera. Was ich an ihr besonders mag, ist die einfache Menuführung und die gute Haptik – ich kann sie mittlerweile fast im Schlaf bedienen. Als rauscharme Vollformat-Kamera ist sie bestens für Astrofotografie geeignet und für Wildlife ist der geräuscharme Auslösemodus sehr nützlich. Zwar hat sie nicht so viele Autofokuspunkte, aber dafür ist der Center knackscharf. Da ich mich immer mehr auf Landschaftsfotografie spezialisiert habe, würde ich mir wünschen, dass bei Canon künftig in Sachen Dynamic Range ein bisschen was geht – hier haben Nikon und Sony aktuell klar die Nase vorn.

Und das ist mit ein Grund, weshalb ich mir vor ein paar Monaten die Sony Alpha 6000 als Zweitkamera gekauft habe. Mit dieser ultraschnellen und kompakten Systemkamera taste ich mich langsam ans (für mich noch etwas gewöhnungsbedürftige) Sony-System heran und kann mir gut vorstellen, künftig vielleicht auch einmal eine Vollformat aus der 7er-Reihe auszuprobieren. Mit den entsprechenden Adaptern können nämlich auch die Canon-Objektive an diesen Kameras eingsetzt werden – ein riesen Vorteil, wenn man über die Jahre bereits einiges an Glas zusammengekauft hat.

Sony a6000
Kompakte Zweitkamera: die Sony a6000

 

 

Objektive

Regelmässig im Einsatz:

Eher selten im Einsatz:

Aktuelle Wunschliste:

Meines Erachtens sind gute Linsen für die Bildqualität viel wichtiger als die Kamera selbst. Wer sich also (neu) eine Ausrüstung anschaffen will und ein beschränktes Budget hat, sollte eher in gutes Glas als in einen überteuerten Body investieren. Entsprechend meinen fotografischen Interessen habe ich mich mittlerweile auf hochwertige Weitwinkel-Objektive, lichtstarkte Festbrennweiten und längere Telebrennweiten konzentriert. Bei Letzteren wird es sehr schnell sehr teuer und so dürfte das letzte Objektiv auf der Wunschliste vorläufig wohl doch eher ein Wunschtraum bleiben…

Beim Standard-Zoom 24-70mm und dem Weitwinkel-Zoom 16-35mm bietet Canon jeweils auch eine f/2.8 – Version. Da kommt oft die berechtigte Frage, weshalb ich denn nicht auf die lichtstärkeren Varianten setzte. Nun, ich finde einerseits den deutlich höheren Preis nicht gerechtfertigt im Verhältnis zur Bildqualität und andererseits kann ich so auf allen Objektiven meine 77mm-Filter brauchen. Das 24-70mm f/4.0 hat ausserdem eine Makrofunktion, die ich ab und zu gerne nutze.

Für die Astrofotogafie setzte ich auf lichtstarke Festbrennweiten. Hier soll das neue Sigma 20mm f/1.4 bald mein Rokinon (aka Samyang aka Walimex) 24mm f/1.4 ablösen. Selbe Lichtstärke, aber noch ein Tick weitwinkliger.

Und wie war das nun mit der Lieblingslinse? Wenn ich mich entscheiden müsste, wärs das 70-200mm f/2.8 – weil dieses Objektiv einfach perfekt ist: scharf, schnell, leicht – ich wüsste nicht, was man da besser machen könnte!

 

Stative

Wie so mancher, habe auch ich einige Stative durch, bis ich endlich eine Kombination gefunden habe, die sich für meine Arbeiten bewährt. Das Gitzo ist mein Hauptstativ, das leichte und kompakte Sirui nehme ich vorallem auf Reisen oder Bergtouren mit. Beide haben Arca-Swiss-taugliche Stativköpfe und entsprechende Plättchen oder Schienen sind direkt an Kamera und einzelnen Objektiven verschraubt.

Novoflex Stativkopf und Schiene
Dank L-Schiene ist die Kamera im Nu im Hochformat auf dem Stativ

 

 

Rucksäcke

Fast das selbe leidige Thema wie die Stative war für mich der Rucksack selbst. Lange war der Lowepro  mein treuer Begleiter. Irgendwann wuchs aber die Ausrüstung und hatte keinen Platz mehr. Etwas grösseres musste her. Es folgten einige Fehlkäufe, wo es entweder an Handling, Stabilität oder Tragekomfort mangelte. Bis ich auf den Satori von f-stop stiess, mit dem ich 100% zufrieden bin! Er kostet zwar eine ganze Stange Geld, bietet aber dank den verschiedenen ICUs maximale Flexibilät, ist bequem und (wirkt zumindest) langlebig.

f-Stop Satori mit Medium Slope ICU
Da hat auch der Daunenschlafsack noch Platz: f-Stop Satori mit Medium Slope ICU

 

 

Diverses weiteres Zubehör

  • Schraubfilter von Hoya: ND8, ND64, ND1000, CircPOL
  • Ersatzakkus für Canon & Sony
  • Kabelfernauslöser für Canon
  • Putzset & Mikrofastertücher
  • Stirnlampe, Handschuhe, Kappe und was es sonst noch für kalte Nächte braucht…

 

Ich hoffe, ich konnte damit einen kleinen Einblick und vielleicht die ein oder andere Anregung geben. Schlussendlich ist es aber sehr individuell, mit welchem Material man sich am wohlsten fühlt. Und der ein oder andere Fehlkauf lässt sich wohl auch nicht vermeiden – schliesslich muss man ja irgendwie auch rausfinden, was zu einem passt und was nicht.

Bei Fragen und Anregungen postet gerne in die Kommentare oder schreibt mir ein Mail. Viel Spass beim Packen eueres Fotorucksacks!

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