Hup hup hup!

Der Wiedehopf ist gleich in zweierlei Hinsicht einzigartig: da wäre einerseits sein hübsches Aussehen und andererseits sein charakteristischer Ruf. Und diesen kann man die Tage im Brutgebiet wieder vernehmen!

In meiner unmittelbarer Nähe tauchen Wiedehopfe manchmal im Frühling vereinzelt auf. Das sind dann sogenannte “Durchzügler”, welche auf ihrem Weg ins Brutgebiet kurz Pause machen. Es braucht also schon ziemliches Glück, so einen anzutreffen und geschweige dann, noch zu fotografieren. Das ist mir bisher leider noch nie gelungen.

Das nächstgelegene Brutgebiet ist für mich das Wallis. In den sonnigen Halden südlich des Rhonetals bin ich im Frühling und Frühsommer sowieso oft und gerne unterwegs, da man sich schon früh in der Saison schneefrei einwandern kann. Und wenn man eben noch ab und zu ein “hup hup hup” vernimmt oder gar noch ein Foto mit nach Hause nehmen kann, macht das Wandertraining doppelt so viel Spass!

Seit einigen Jahren reisen wir im Frühling auch immer für ein paar Tage in den südlichen Schwarzwald und den Kaiserstuhl. Auch dort verbringen wir die Tage mit Wandern und lassen uns dabei von der wahnsinnig vielfältigen Vogelwelt verzaubern. Arten wie Bienenfresser, Spechte & Wendehälse und eben Wiedehopfe trifft man dort fast auf sicher an. Und mit etwas Glück auch seltenere Arten wie den Pirol oder den Steinkauz. Mit letztem habe ich seit 3 Jahren noch eine Rechnung offen und hoffe, irgendwann hier auch mal vorzeigbare Bilder zu präsentieren…

Vom Wiedehopf ist über die Jahre nun aber langsam etwas zusammen gekommen. Ich erinnere mich noch gut an meine erste Begegnung. Wir waren eigentlich schon auf dem Rückweg ins Gästehaus, als einfach mitten auf dem Weg jemand seelenruhig auf Futtersuche war. Das Licht war schon sehr schwach, aber ich hatte genügend Zeit, mich hinzulegen und mit etwas längerer Verschlusszeit & höherer ISO Bilder aufzunehmen:

Wiedehopf auf Futtersuche

Fotografisch richtig spannend wirds natürlich, wenn man ein Pärchen bei der Brut beobachten darf. Bitte dies aber stets äusserst (!) defensiv (Tarnung, genug Abstand etc.), weil der Wiedehopf wirklich sensibel auf Störungen reagiert! Ich durfte letzten Frühling aus dem Versteck eines befreundeten Fotografens ein Wiedehopfpärchen beobachten. Es war fantastisch, ihnen einfach bei ihrem täglichen Treiben zuzuschauen und dabei Situationen wie eine Paarung, Überreichen von Futtergeschenken oder auf Fütterungsflüge in den Brutkasten mitzuerleben. Und dazwischen natürlich auch immer wieder ihr “hup hup hup” zu hören!

Paarung

Weitere Bilder gibts ab sofort in meinem Portfolio.

Schreibe den ersten Kommentar

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.