Herbst im Glarnerland

Endlich ist er da, der Herbst! Für mich – und wahrscheinlich auch für die meisten anderen Fotografen – die schönste Jahreszeit überhaupt. Zum ersten Mal habe ich vergangenes Wochenende das Glanerland erkundet und fand es in den schönsten Farben vor.

Die Anreise ist lang. Jedenfalls aus dem Bernbiet. Gut möglich, dass dies manche Ausflügler etwas abschreckt. Ist man dann mal im Talboden angekommen, fühlt man sich durchaus etwas „eingekesselt“, denn links und rechts ragen steile Bergwände auf. Wer wandern und Aussicht geniessen will, muss zunächst mal hoch hinaus.

Ich spare mir rund 1000 Höhenmeter, in dem ich eine der wenigen Seilbahnen nutze und mich von Ennenda auf den Bärenboden chauffieren lasse. Meister Petz treffe ich da oben zwar nicht an, aber im Jagdbanngebiet leben Gämsen, Steinböcke, Schneehasen, diverse Vogelarten – und natürlich Hirsche! Fast habe ich ihr Röhren schon etwas vermisst, aber spätestens in der Dämmerung werde ich das mir mittlerweile gut vertraute Geräusch wieder hören können.

Vorher möchte ich aber noch den Sonnenuntergang fotografieren – er soll hier oben besonders schön sein. Das glaube ich sofort, wenn ich da so auf dem Holzbänkli sitze und die Aussicht geniesse. Nur schade, machen mir die Wolken einen Strich durch die Rechnung… So geniesse ich anstelle von Farbspektakel halt kulinarische Leckerbissen in der Äugstenhütte; meinem Nachtquartier für heute.

Und ich kann sogar ausschlafen – denn auch tags darauf sind die Wolken noch da. Aber sie lichten sich und so können wir nach dem stärkenden Frühstück doch noch eine kleine Wanderung unter die Füsse nehmen. Sie führt uns auf die etwa 300 Meter höher gelegene Alp Beglingen. Unterwegs präsentiert sich uns erst linkerhand das Glärnisch-Massiv, während später der formschöne Berg Schilt die Szenerie dominiert. Und natürlich die Herbsfarben! Wie durch ein buntes Wunderland wandern wir zwischen knorrigen Arven und Karstfelsen und geniessen den mittlerweile doch noch fast sommerlichen Sonnenschein.

Eindrücklich ist auch der Äugstenwald, den wir gegen Ende unserer Runde durchqueren. Es gibt hier unzählige abgestorbene Bäume, welche vermutlich dem Borkenkäfer (?) zum Opfer fielen. Sie werden hier aber der Natur überlassen und bilden so den Lebensraum für Vogelarten wie Spechte oder Eulen. Gesehen habe ich leider keine der beiden, dafür war der Tannenhäher sehr aktiv – wer meinen Blog verfolgt, weiss, dass er zu meinen erklärten Lieblingsvögeln gehört 😉

Zurück auf der Sonnenterrasse der Hütte geniesse ich noch ein Stück leckeren Apfelkuchen, bevor ich mich wieder auf die (lange) Heimreise mache. Nebenbei stelle ich ein Bild der Wanderung auf Instagram (…ja, man hat hier 4G-Empfang…), worauf hin jemand kommentiert: „das macht Lust, gleich loszuwandern“. Also los: Wanderschuhe schnüren und ab ins herbstliche Glarnerland!

 

Disclaimer

Zu diesem Wochenende wurde ich im Rahmen der #herbschtimschlitz – Kampagne von Glarnerland Tourismus eingeladen, vielen Dank! Leser meines Blogs dürfen sich wie immer auf meine absolut persönliche Erfahrung und Meinung verlassen.

 

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Ein Kommentar

  1. Iwan
    22. Oktober 2018
    Antworten

    Das sieht wirklich verlockend aus! Vielleicht ein Ziel für nächstes Jahr 🙂

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